Amy – Ein Co-Therapeut auf vier Pfoten Wau Weitermachen als Underdog

Moin Leute,
hier ist wieder die 12-jährige coole Hundedame Amy, euer Coach für Sozialkompetenz im Ruhestand.

War euch in den letzten Wochen auch so heiß? In meinem dicken Fell hab ich`s kaum noch ausgehalten. Gassi gehen nur noch frühmorgens oder spätabends. Tagsüber im Haus von einer kalten Stelle auf den Fliesen zur nächsten gerobbt. Und trotzdem war ich einfach nur platt. So`n Wetter ist nichts für ´ne alte Hundedame!
Andere scheinen damit viel weniger Probleme zu haben. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen waren die Sommergespräche mit den Landtagskandidaten von CDU, SPD, FDP, Grünen und Linken im Bildungswerk und bei den Machern erfreulich gut besucht. Die Anwesenden hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen und auf Antworten gezielt nachzufragen. Das Spektrum der erörterten Themen war breit gefächert. Inhaltliche Schwerpunkte waren bezahlbarer Wohnraum in Cloppenburg, der Ausbau der Windenergie und der Bau von Höchstspannungsleitungen als Teil der Energiewende, die Zukunft der Landwirtschaft, die Wertschätzung von Lebensmitteln, der vierstreifige Ausbau der E 233, die Kommunalisierung von Krankenhäusern und die Verbesserung der Inklusion an den Schulen. Erwartungsgemäß hatten die Kandidaten zu den einzelnen Themen unterschiedliche und vielfach auch konträre Meinungen. Welche politischen Themen und Projekte sie für ihre Wähler im Landtag bewegen und umsetzen wollten, umrissen sie in einem Schussstatement. Für seine Wahlentscheidung konnte sich so jeder ein differenziertes Bild von den Kandidaten der einzelnen Parteien machen.

Alles in allem ein interessantes Format und ein Stück gelebte Demokratie nach dem Motto: „Mitten im Leben – Mitten in Cloppenburg“.
Kennt ihr auch noch den Werbespruch: „Der nächste Winter kommt bestimmt!“ Wenn`s nach mir geht, kann er kommen! Wer so`n dickes Fell wie ich hat, ist gut vorbereitet und gegenüber den Menschen klar im Vorteil.
Für sie ist insbesondere im Alter ein warmes Zuhause kein Luxusgut sondern eine Notwendigkeit. Nur fraglich, ob sich Rentner das bei den extrem gestiegenen Gaspreisen auch noch leisten können. Mit einem Einkommen, dass meist deutlich unter der Durchschnittsrente von 1249 € liegt, sind sie nicht gerade Krösusse.

Nachdem sich der Gaspreis seit dem Vorjahr teilweise mehr als verdoppelt hat, wird ab Oktober auch noch eine Gasumlage von knapp 3 Cent pro Kilowattstunde fällig. Mehrwertsteuer inklusive. Dieser Betrag hätte vor einem Jahr noch ausgereicht, rund die Hälfte der Gasrechnung zu bezahlen! Mit der zunächst auf 2 Jahre angelegten Umlage sollen Gasimporteure wie Uniper vor dem Bankrott gerettet werden. Dabei hat dieser Konzern in den letzten 2 Jahren noch Gewinne in Milliardenhöhe gemacht. Beim Run auf immer billigeres Gas hat man dort offenbar kein Risiko gescheut und sich kräftig verzockt. Ausbaden dürfen das jetzt alle Gaskunden.
Um sie zu entlasten, hat Bundeskanzler Scholz angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Gas zu senken. Die durch die Gasumlage verursachte Mehrbelastung kann dadurch aber nicht aufgefangen werden.
Keine rosigen Aussichten für Rentner mit kleinem Geldbeutel, die schon bei der Energiepauschale durchs Raster gefallen sind. Dabei gab es immer wieder Stimmen aus der Bundes- und Landespolitik, dass auch sie in den Genuss dieser Vergünstigung kommen sollen. Und was ist bisher passiert? Nichts! Offenbar ist man der Meinung, die Rentenerhöhung und die dreimonatige Absenkung der Kraftstoffsteuer sei für sie Entlastung genug. Beschämend so mit Menschen umzugehen, die den heutigen Wohlstand ganz wesentlich mit geschaffen haben.
Bei den derzeitigen enormen Preissteigerungen in allen Lebensbereichen bekommt das Thema Altersarmut eine immer größere Bedeutung. Das gilt insbesondere für Frauen, die trotz 40 Jahren Berufstätigkeit nur eine geringe Rente bekommen. Der Sozialdienst katholischer Frauen nimmt sich mit dem Projekt „Fokus Lebenswer(k)t“ dieser Aufgabe an. Dafür sollen ehrenamtliche Lotsen ausgebildet werden, die sich gezielt um das Thema Altersarmut kümmern und betroffene Frauen unterstützen und ihnen Mut machen. Wie gut, dass es dieses Angebot gibt!
Trotz der ganzen Probleme: Am 9. Oktober ist Landtagswahl. Ich darf nicht wählen. Aber ihr dürft!
Geht wählen, ich verlass mich auf euch!

Bleibt gesund und munter!
Bis demnächst

Ein herzliches WAU von eurer Amy

Text: Elisabeth Schlömer