WAU – Weitermachen als Underdog
Moin Leute,
hier ist wieder die 8-jährige gewitzte Hundedame Luna. Habt ihr manchmal auch`n Déjà-vu-Erlebnis? Mein letztes ist noch nicht allzu lange her. Von meiner Badeszene im Modderloch auf der Hundefreilauffläche an der Biberstraße hat` ich euch ja Ende letzten Jahres erzählt. Danach war`s erst mal Essig mit meinem Drang zum Freigängertum. Gassi gehen gab`s nur noch angeleint ohne Verschmutzungsrisiko.
Irgendwann wurd`s mir dann zu blöd. „Eure Vollkasko-Mentalität nervt mich tierisch! Seid mal`n bisschen lockerer!“ Nach `ner gewissen Zeit hat mein Gemaule dann Wirkung gezeigt. Herrchen überlegte, wo es hingehen könnte. Seine Wahl fiel auf den Flugplatz in Staatsforsten. Da sei es hoch und trocken. Also keine Gefahr mich einzusauen.
An `nem frostigen Vormittag sind wir dann hin. Kaum ausgestiegen, war ich platt. So weit das Auge reichte nix als offene Pläte. Fast wie am Meer. Dann ging`s los zur großen Flugplatzrunde. Was gab`s da alles zu schnüffeln. Also immer hin und her. Hat irre Spaß gemacht. Bin bestimmt fünfmal so viel gerannt wie die Chef`s. War irgendwann nicht nur warm- sondern schon fast heißgelaufen. In dem Zustand hilft nur noch eins: Bauchkühlung! Aber kein Wasser weit und breit in Sicht. Alles nur Gras und Heide. Wollte schon aufgeben, als auf `m Sandweg nen ausgefahrenes Schlagloch auftauchte. Leider zugefroren! „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“! Dann bin ich voll auf`s Eis gesprungen. Es krachte und ich stand mit meinen vier Pfoten im Wasser. Keine Sekunde später war hinwerfen und wälzen angesagt. Sofort folgte: „Nein du alte Pottsau“! War glaub` ich Frauchen. Dann sah ich, was sie meinte. Dicker schwarzer Modder lief mir in Strömen aus`m Fell. Und kein sauberes Wasser zum abspülen auf weiter Flur. Schließlich ihre Frage: „Was machen wir jetzt“? Darauf die lakonische Antwort von Herrchen: „Hundewaschanlage“!
Schon wurde ich abgeführt. Wie bereits auf der Hundefreilauffläche. `Ne knappe halbe Stunde später waren wir dann in der Osterstraße. Hab` mich zunächst geziert, das Etablissement zu betreten. Nachdem mein Fluchtversuch gescheitert war, hab` ich mich in mein Schicksal ergeben. Am ganzen Körper zitternd bin ich dann die Rampe zur Waschwanne hochgetapst. War alles auf`n Schlag vorbei, als als mir warmes Wasser den Rücken runter lief. Um Lichtjahre besser als das kalte Kranwasser auf der Hundefreilauffläche. Nach einschamponieren und ausspülen war dann trocknen angesagt. Also Geld in den Automatenschlitz gesteckt und wegen mein`m dicken Fell die höchste Trocknerstufe gewählt. Dann ging das Ding los. Hab` `nen Moment gedacht, neben mir startet ein Düsenjet mit Nachbrenner. Dafür dauerte die Prozedur aber nicht allzu lange. Ratzfatz war ich wieder trocken. Die Chefs waren vom Ergebnis sichtlich angetan. Richtig sauber sei ich geworden. Und mein Fell wäre viel heller als früher. Auch würd` ich um Nummern besser riechen. „Wenn ihr meint, aber Geruchssinn ist doch wohl eher mein Metier“!
Nach der „Hundewaschanlage“ war`s dann Zeit für ‘n neues Abenteuer. Vielleicht mal „Citybus fahren“? Den seh` ich ganze Tage bei uns vorbeifahren. Hält alle halbe Stunde an der Busstation schräg gegenüber. Und fährt auch noch in zwei Richtungen. Herrchen und Frauchen sind schon mal mitgefahren. Waren hellauf begeistert, in welch kurzer Zeit sie am alten Stadttor waren.
Bei den Machern nutzt ihn auch Angelika. Trotz einmal umsteigen ist sie fast genauso schnell wie mit dem Auto da. Parkplatzsuche natürlich eingerechnet. Ihr Credo: „Beste Erfindung seit Freibier auf dem Cityfest“!
Sollte ich vielleicht auch mal versuchen. Bis zur Ausbildung für den Hundebesuchsdienst durch Michael bei den Machern hat`s aber bei mir noch nicht geklappt. Nach dem theoretischen fand der praktische Teil letzten Montag statt. Nachdem ich mich akklimatisiert hatte, war richtig Spaß angesagt. Ging den anderen Hundekumpels genauso. Jetzt sind wir Besuchshunde mit Zertifikat. Kann ich allen nur empfehlen! Falls ihr auch mitmachen möchtet, können sich eure Chefs bei den Machern oder bei Elisabeth Schlömer unter der Handynummer 0171 2613051 melden. Ich zähl da auf euch!
Und ob`s mit meiner Citybusfahrt doch noch geklappt hat, verrate ich euch beim nächsten Mal!
Bleibt gesund und munter
Ein herzliches WAU von eurer Luna