Die Tür zum Raum „Sternbusch“ im Haus der Macher ist noch weit geöffnet und wie an jedem ersten Mittwoch im Monat geht es wieder um die Planung der ehrenamtlichen Bürodienste im Haus an der Brandstraße. Seit etwa einem Jahr sind auch Ursula Pretzer und Ingrid Emmermann dabei. Der Besprechungstermin ist wie immer gut besucht. Geht es doch darum auf dem Laufenden zu sein über das gesamte Angebot der Macher. Und nicht nur das. Ursula und Ingrid genießen auch das Zusammensein und den Austausch mit dem Team. Der Ruhestand habe mit den regelmäßigen Terminen bei den Machern neuen Schwung bekommen, sagen beide unisono.
Ursula und Ingrid übernehmen in der Regel einen Dienst pro Woche und haben wie viele andere Mitstreiter auch zunächst einen Kurs besucht. Bei beiden war es Yoga. Ursula wurde von Mechtild Veerkamp angesprochen, ob sie nicht mitmachen wollte. „Nachdem ich vor einigen Jahren von Cappeln wieder nach Cloppenburg gezogen war, suchte ich nach einer neuen Herausforderung und einem Grund, regelmäßig wieder aus dem Haus zu gehen“. Auch reizt sie als ehemalige Verwaltungsmitarbeiterin wieder unter Menschen zu sein, zu koordinieren, zu beraten und gebraucht zu werden.
Bei Ingrid war die Motivation ähnlich. „Ich suchte eine weitere ehrenamtliche Tätigkeit und den Kontakt mit Menschen. So bin ich zu den Machern gekommen. Hier kann ich auf meiner Berufserfahrung im Verwaltungs- und Beratungsbereich fußend anderen helfen und Neues ausprobieren“.
Beide engagieren sich jetzt im Bürodienst.
Was finden sie an den Machern gut und was könnte verbessert werden? Ingrid beeindruckt die große Offenheit der Besucher gegenüber neuen Angeboten. Sie findet es gut, wenn Teilnehmer, die etwas gelernt haben, später bereit sind, es an andere weiterzugeben. Bestes Beispiel dafür sind die Senioren – Surfer. Da helfen sich alle gegenseitig. Also nicht nur eine passive Teilnahme an einem Kurs, sondern auch die aktive Mitgestaltung der Inhalte. Ganz wichtig ist, es muss Spaß machen!
Auf der Suche ist sie noch nach einer Skatrunde. Dieses Angebot fehlt ihr zurzeit bei den Machern.
Ursula beeindruckt, dass bei den Machern immer etwas los ist. Sie animiert auch gerne die Besucher des Hauses hereinzukommen und etwas Neues auszuprobieren. Aber hört auch gerne einmal zu und versucht dem Gegenüber etwas zurückzugeben. Als besonders angenehm empfindet sie das gegenseitige Verständnis und das gute Miteinander.
Das Haus der Macher hat für beide Frauen einen hohen Stellenwert. Die Kursbesuche und ehrenamtliche Büroarbeit seien fest in den Alltag integriert und würden das Leben im Ruhestand erheblich bereichern.
Text und Bild: Johannes Glup

Zeigen viel Engagement: Ursula Pretzer (links) und Ingrid Emmermann
