Auch im Haus „Die Macher“ gibt es Menschen, die jeder schon einmal gesehen hat, der im Haus ein und aus geht. Menschen, deren Namen viele aber nicht kennen. Menschen, die im Hintergrund wirken – und ohne die vieles nicht laufen würde.
Eine davon ist Marlies Rechtien. Seit fünf Jahren ist die gebürtige Cloppenburgerin hier so etwas wie das „Mädchen für alles“, auch wenn sie inzwischen auf die 65 zugeht. Die Zahl vier steht für sie: Jeden Morgen ist sie für vier Stunden pünktlich zur Stelle; als Mutter von vier Kindern und Oma von vier Enkelkindern hat sie einen wachen Blick dafür, wo Hilfe gebraucht wird.
Im Haus „Die Macher“ herrscht ja ein ständiges Kommen und Gehen. Kurse beginnen und enden, Veranstaltungen werden vorbereitet und wieder abgebaut. Wenn die einen gehen, muss alles wieder bereit sein für die nächsten. Dafür sorgt Marlies – leise, zuverlässig und mit großer Selbstverständlichkeit.
Ob „mal eben schnell“ beim Kopieren helfen, ob beim Tische- oder Stühle rücken, ob beim Auf- und Abdecken, Marlies packt mit an. Es gibt verschiedene Kurse, für die sie ungefragt den Kaffee bereithält. Nachdem die Kurse beendet sind, bringt sie alles wieder „auf Vordermann“. Nebenbei wird die Spülmaschine ein- oder ausgeräumt und alles sauber wieder in den Schränken platziert. Na ja, und den Staub, den der Saharawind zu uns trägt, lässt sie auch nicht einfach für den nächsten Malkurs liegen.
Kurz: Marlies Rechtien sorgt im Hintergrund dafür, dass sich viele Menschen im Haus „Die Macher“ willkommen fühlen. Still, verlässlich und mit viel Herz.
Text und Foto: Mechtild Ottenjann

