Seit fast fünf Jahren bietet Gertrud Luthmann im Haus „Die Macher – zu jung um alt zu sein“ ein monatliches Treffen unter dem Motto „Plattschnacker 2.0“ an. Sie, die mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen ist, möchte diese gerne in die Neuzeit mit hinübernehmen. Sie bietet zusammen mit Gertrud Kathmann allen, die die Sprache der Kindheit weiterhin sprechen möchten, Stunden der Rückbesinnung an. Es gibt so viele wunderbare mundartliche Literatur, so viele alte Bräuche, so viele eigenständige Begriffe in der Tier- und Pflanzenwelt, so viele plattdeutsche Sprichworte, die es sich lohnt wieder gehört zu werden und über die man durchaus auch diskutieren kann.
Am 16. April wird über das Thema „Frühling und Osterbräuche“ gesprochen. Sicherlich werden dann Kindheitserinnerungen wach. Wurden sie auch in die Neuzeit gerettet?
Beim Treffen am 21. Mai stehen die Heilpflanzen im Vordergrund der Gesprächsrunde. Wer kennt sie noch? Wie heißen sie im Plattdeutschen? Wie kann man sie anwenden? Was bewirken sie?
Martin Pille, Heimatforscher und Autor vieler plattdeutscher Geschichten, wird am 18. Juni bei den Plattschnackern zu Gast sein. Als Plattdeutschbeauftragter von Bösel wird er einiges zu erzählen haben.
Am 16. Juli möchten die Initiatorinnen zeitgemäß über Sommer- und Urlaubsgeschichten einst und heute schnacken.
Die Plattschnacker treffen sich jeden 3. Donnerstag im Monat um 14.30 Uhr im Haus „Die Macher“ in der Brandstraße 5.
Text: Mechtild Ottenjann
Foto: privat

Plattschnackerin Gertrud Luthmann
