Nur 62 Mitglieder zählt der „Weiße Ring“ in Cloppenburg. Diese zentrale unabhängige Anlaufstelle für Opfer von Kriminalität in Deutschland verdient viel mehr Aufmerksamkeit. Das war auch die Intention der „Macher“. Sie luden Harald Nienaber, seit 2003 Leiter der Außenstelle Cloppenburg dieser Opferhilfe, ein, beim Frühstückstreff darüber zu informieren. Und über 20 interessierte Zuhörer lauschten aufmerksam seinen Worten. Denn dieses Thema geht auch und besonders die Senioren an, die ja oft gezielt Opfer von Betrugsmaschen werden.
Der „Weiße Ring“ ist der einzige bundesweite gemeinnützige Verein, der sich um die Opfer von Kriminalität kümmert. Er wurde 1976 unter anderem von Eduard Zimmermann gegründet und finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Schon 1989 gründeten Hans Lammers und Kirsten Bruns in Cloppenburg eine Außenstelle. Die Opferhilfe besteht in persönlichen Gesprächen, Vermittlung von Psychologen oder Anwälten, emotionaler Unterstützung und auch finanzieller Hilfe. Wichtig ist aber auch die Prävention: Der „Weiße Ring“ will aufklären über Betrugsmaschen, beraten vor der Erteilung von Vollmachten, schützen vor Gewalt in der Pflege. Nienaber klärte auf über die Maschen der Betrüger an der Haustür, am Telefon, im Internet oder auch unterwegs (Taschendiebstahl …). Er warnte die Senioren: „Sie können gar nicht vorsichtig genug sein!“ Dazu bekam auch jeder eine Tasche mit Info-Material zum Nachlesen geschenkt.
Bundesweites Opfertelefon: 116 006, Onlineberatung: www.weisser-ring.de
Text und Foto: Mechtild Ottenjann
