Moin Leute,
hier ist wieder die 10-jährige gewitzte Hundedame Luna. Habt ihr euch schon mal so richtig verkalkuliert? Ich schon. War mit Herrchen auf`m „Unterhaltungsweg“ an der Umgehungsstraße unterwegs. Da gibt`s `nen großen Rohrdurchlass. Darf ich natürlich nich` rein. Hat aber so doll gerochen. In `nem unbeobachteten Moment bin ich abgebogen. „Nicht ins Loch“, hab` ich noch gehört. Da war ich auch schon drin und hab` irgendwas gefressen. Leider blieb`s nich` nur bei Herrchen`s Donnerwetter. Nachts gärte was in meinem Bauch und mir wurd` immer komischer. Irgendwann ging´s nicht mehr. Musste raus. Aber Tür`n aufschließen ist nich` mein Ding. Also Treppe rauf, Herrchen aus`m Schlaf gestupst und ab in`n Garten. Dummerweise musste ich ihn in der Nacht noch ein paarmal beehren.
Nächsten Morgen das Gemaule. Er hätte kein Auge zugekriegt. „Meinst du ich“? „War ja wohl deine Schuld“. Als Lehre daraus, hätt` ich erst `mal Macher-Verbot!
Der kriegt sich schon wieder ein. Hat er aber nich`! Als das Macher-Event am „Heldensamstag“ anstand, sind die einfach ohne mich losgegangen. Sauerei! Klarer Fall für `ne Anzeige bei der Hunde-Charta!
Abends kamen die Chefs quietschvergnügt zurück. Sei super gewesen. Der Cloppenburger Shantychor „Die Knurrhähne“ wären bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen draußen auf der Brandstraße aufgetreten. Oft seien Passanten stehengeblieben. Es wurde mitgesungen und geschunkelt. Und aus drei geplanten Auftrittsblöcken wurden vier und eine Zugabe. Drinnen gab`s Kaffee und Kuchen. Hobbykünstlerin Renate Rempe von den „Pinselquälern“ malte live ein Bild. Das Motto war: „Sehnsucht nach Meer und Mehr“. Ein weiteres war schon fertig. Beide wurden am Ende der Veranstaltung verlost. Der Erlös aus den Aktivitäten geht zur Förderung zusätzlicher Schwimmkurse an die DLRG. Damit möglichst alle Kinder schwimmen lernen!
Und ich war nicht dabei. So`n Mist. Nächstes Mal lass` ich mich nich` so schnell ausbooten!
Mit durfte ich wieder, als vor zwei Wochen der erste Termin zur Schulung für den ehrenamtlichen Hundebesuchsdienst anstand. Könnte ja meine Kenntnisse auffrischen. „Warum? Bin doch laufend im Einsatz! Vergesst es“!
Sei `ne prima Sache gewesen, sagte Frauchen, als sie zurückkam. Michael Schrand von der Hundeschule Peterswald hätte zehn Hundekumpels auf die Aufgabe als „Co-Therapeuten auf vier Pfoten“ vorbereitet. Prima!
Ich wünsche den Neuen genau so viel Freude bei der zukünftigen Aufgabe, wie die Chefs und ich sie haben!
Bleibt gesund und munter
Ein herzliches WAU von eurer Luna
Text: Elisabeth Schlömer
